EMLA Creme betäubt lokal die Haut und setzt so das Schmerzempfinden an der behandelten Hautstelle herab. Geeignete Anwendungsgebiete umfassen zum Beispiel die Hautbetäubung als Vorbereitung vor der Impfung oder die Oberflächenbetäubung vor dem Tätowieren auf einer größeren Hautfläche. Die Dosierung für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren beträgt bei kleineren Eingriffen 2 g Creme und für größere Hautareale maximal 60 g. Das Auftragen der Creme ist leicht und unkompliziert. Emla Produkte sind dermatologisch geprüft und entsprechen höchster Qualität.
Anwendungsgebiete
Erwachsene:
Lokalanästhesie vor mechanischer Wundreinigung von Ulcus cruris (Geschwüre der Beine).
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:
Lokalanästhesie der Haut im Zusammenhang mit der Einführung von i.v.-Kathetern, Blutentnahme und chirurgischen Eingriffen an der Hautoberfläche. Lokalanästhesie der genitalen Schleimhaut bei kleineren chirurgischen Eingriffen an der Schleimhautoberfläche. Zur Unterstützung der lokalen Infiltrationsanästhesie genitaler Schleimhäute.
Kinder:
Neugeborene von 0 bis 2 Monaten, Säuglinge von 3 bis 11 Monaten und Kinder von 1 bis 11 Jahren: Lokalanästhesie der Haut im Zusammenhang mit der Einführung von i.v.-Kathetern, Blutentnahme und chirurgischen Eingriffen an der Hautoberfläche.
Aktive Wirkstoffe
25 mg/g Lidocain und 25 mg/g Prilocain
Hilfsstoffe
PEG-54 hydriertes Rizinusöl (HST) , Carbomer 974 P (HST) , Natronlauge zur pH-Wert-Einstellung (HST) , Wasser, gereinigtes (HST)
Anwendung & Dosierung
Emla Creme ermöglicht ein leichtes und unkompliziertes Auftragen auf die zu
behandelnden Stellen. Sie dient der lokalen Betäubung von Haut und Schleimhäuten um das
Schmerzempfinden herabzusetzen. Emla Creme ist dermatologisch geprüft.
Die Einwirkzeit der EMLA Creme beträgt 1-2 Stunden. Die Wirkung hält dann
mindestens 2 Stunden an. Bitte beachten Sie die Anweisungen der Packungsbeilage.
Schwangerschaft & Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oderbeabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arztoder Apotheker um Rat.
Es ist unwahrscheinlich, dass die gelegentliche Anwendung von EMLA während der Schwangerschaft negative Auswirkungen auf das Ungeborene hat.
Die Wirkstoffe in EMLA (Lidocain und Prilocain) gehen in die Muttermilch über. Die Menge ist jedoch so gering, dass im Allgemeinen kein Risiko für das Kind besteht.
Tierstudien zeigten keine Beeinträchtigung der männlichen oder weiblichen Zeugungs- bzw. Gebärfähigkeit.
Gegenanzeigen
EMLA darf nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch gegen Lidocain oder Prilocain, andere ähnliche Lokalanästhetika oder gegeneinen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker/-in, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimitteleinzunehmen/anzuwenden. Dazu gehören auch rezeptfreie und pflanzliche Arzneimittel. Der Grunddafür ist, dass EMLA die Wirkungsweise anderer Arzneimittel beeinflussen kann und andereArzneimittel einen Einfluss auf EMLA haben können.
Teilen Sie Ihrem Arzt insbesondere mit, wenn Sie oder Ihr Kind kürzlich eines der folgendenArzneimittel angewendet haben oder es Ihnen verabreicht wurde:
- Arzneimittel, Sulfonamide genannt, die bei Infektionen angewendet werden, und Nitrofurantoin.
- Arzneimittel, Phenytoin und Phenobarbital genannt, die bei Epilepsie angewendet werden.
- Andere Lokalanästhetika.
- Arzneimittel zur Behandlung von unregelmäßigem Herzschlag, wie Amiodaron.
- Cimetidin oder Betablocker, die einen Anstieg der Lidocain-Konzentration im Blut verursachen können. Diese Wechselwirkung ist bei kurzzeitiger Behandlung mit EMLA im Rahmen derempfohlenen Dosierungen klinisch nicht bedeutsam.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie EMLA anwenden,
- wenn Sie oder Ihr Kind eine seltene angeborene Krankheit haben, „Glukose-6-phosphat-Dehydrogenasemangel“ genannt, die sich auf das Blut auswirkt.
- wenn Sie oder Ihr Kind ein Problem mit der Blutkonzentration des Blutfarbstoffs Methämoglobin haben, „Methämoglobinämie“ genannt.
- Mit Ausnahme von Beingeschwüren, wenden Sie EMLA nicht auf Flächen mit Hautausschlag,Schnitten, Hautabschürfungen oder anderen offenen Wunden an. Wenn eines dieser Probleme auftritt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Siedie Creme anwenden.
- wenn Sie oder Ihr Kind eine juckende Hautkrankheit haben, „atopische Dermatitis“ genannt,kann eine kürzere Einwirkdauer ausreichend sein. Eine Einwirkdauer länger als 30 Minuten kannzu einem vermehrten Auftreten von lokalen Gefäßreaktionen führen ( „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
- wenn Sie spezielle Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen einnehmen (Antiarrhythmika derKlasse III, wie Amiodaron). In diesem Fall wird der Arzt Ihre Herzfunktion beobachten.
Aufgrund der möglicherweise erhöhten Aufnahme durch die frisch rasierte Haut ist es wichtig, dieempfohlene Dosierung, Hautfläche und Einwirkdauer einzuhalten.
Vermeiden Sie, EMLA in die Augen zu bekommen, da dies Reizungen verursachen kann. Sollte EMLAversehentlich in Ihr Auge gelangen, sollten Sie es sofort gut mit lauwarmem Wasser oderKochsalzlösung (Natriumchlorid) spülen. Achten Sie darauf, dass nichts in Ihr Auge kommt, bis dasGefühl zurückgekehrt ist.
EMLA sollte nicht an einem geschädigten Trommelfell angewendet werden.
Wenn Sie EMLA vor Impfungen mit Lebendimpfstoffen anwenden (z. B. Tuberkulose-Impfungen),sollten Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal im vorgegebenen Zeitraum zur Überprüfungdes Impfergebnisses noch einmal aufsuchen.
Kinder und Jugendliche
Bei Säuglingen/Neugeborenen jünger als 3 Monate wird bis zu 12 Stunden nach Auftragen von EMLAhäufig ein vorübergehender, klinisch nicht bedeutender Anstieg der Konzentration des BlutfarbstoffesMethämoglobin im Blut beobachtet („Methämoglobinämi“).
Die Wirksamkeit von EMLA bei der Blutentnahme an der Ferse von Neugeborenen oder hinsichtlichder Gewährleistung einer hinreichenden Analgesie bei einer Zirkumzision konnte in klinischen Studiennicht bestätigt werden.
Aufgrund unzureichender Daten zur Wirkstoffaufnahme sollte EMLA bei Kindern (unter 12 Jahren)nicht auf der genitalen Haut (z. B. Penis) und der genitalen Schleimhaut (z. B. in der Scheide)angewendet werden.
EMLA sollte nicht bei Kindern jünger als 12 Monate angewendet werden, die gleichzeitig mit anderenArzneimitteln behandelt werden, die sich auf die Blutkonzentration des Blutfarbstoffes Methämoglobin („Methämoglobinämi“) auswirken (z. B. Sulfonamide, siehe auch „Anwendung vonEMLA zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
EMLA sollte nicht bei Frühgeborenen angewendet werden.
Patientenhinweise
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
EMLA hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und dieFähigkeit zum Bedienen von Maschinen, wenn es in den empfohlenen Dosierungen angewendet wird.
EMLA enthält Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph.Eur.= Europäisches Arzneibuch).
Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph.Eur.) kann Hautreizungen hervorrufen.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedemauftreten müssen. Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie beeinträchtigt oder Sie denEindruck haben, dass sie nicht weggehen, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker/-in.
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedemauftreten müssen. Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie beeinträchtigt oder Sie denEindruck haben, dass sie nicht weggehen, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker/-in.
Informieren Sie Ihre Ärztin Ihren Arzt über alles Weitere, was dazu führt, dass Sie sich unwohl fühlen, während Sie EMLA anwenden.
Eine leichte Reaktion (Blässe oder Rötung der Haut, leichte Schwellungen, anfängliches Brennen oderJucken) kann auf der Fläche, auf der EMLA angewendet wird, auftreten. Dies sind normale Reaktionenauf die Creme und die Anästhetika, die nach kurzer Zeit verschwinden, ohne dass Maßnahmen nötigsind.
Wenn Sie unangenehme oder ungewöhnliche Wirkungen bemerken, während Sie EMLA anwenden,beenden Sie die Anwendung und informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker so schnell wie möglich.
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern
Methämoglobinämie, eine Störung des Blutes, die häufiger beobachtet wird, oft in Zusammenhang mit einer Überdosierung bei Neugeborenen und Säuglingen im Alter von 0 bis 12 Monaten.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Tube nach „Verwendbar bis“angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tagdes angegebenen Monats.
Bei Anwendung auf Beingeschwüren ist die Creme nur zum Einmalgebrauch vorgesehen. EntsorgenSie die Tube mit dem restlichen Inhalt nach jeder Behandlung.
Aufbewahrungsbedingungen: Nicht einfrieren.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker/-in, wiedas Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutzder Umwelt bei.
Pflichttext
Anwendungsgebiete: Oberflächenanästhesie der Haut bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit: a) der Einführung von Nadeln, z. B. von i.v.-Kathetern oder bei Blutentnahmen; b) chirurgischen Eingriffen an der Hautoberfläche. EMLA Creme zusätzlich: Oberflächenanästhesie derenitalen Schleimhaut, z. B. vor chirurgischen Eingriffen an der Hautoberfläche oder vor einer Infiltrationsanästhesie; bei Erwachsenen und Jugendlichen – 12 Jahren. Oberflächenanästhesie von Bein-Ulcera zur Erleichterung der mechanischen Wundreinigung/Debridement nur bei Erwachsenen. Warnhinweise: Enthält Macrogolglycerohydroxystearat (Ph.Eur.). Apothekenpflichtig. Stand: November 2017.
Häufig gestellte Fragen
Kundenfrage: Lindert EMLA wirklich den Schmerz?
Antwort unserer Pharmazeuten: In einer Beobachtungsstudie wurde nachgewiesen, dass EMLA Creme die Schmerzen im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich lindern konnte.1
Kundenanfrage: Welche Wirkstoffe beinhaltet EMLA?
Antwort unserer Pharmazeuten: EMLA besteht aus der Wirkstoffkombination Lidocain und Priolocain.2
Die beiden Wirkstoffe blockieren die Schmerzreizleitung für eine gewisse Zeitspanne. Somit wird das Schmerzempfinden herabgesetzt.
1 Gwetu, Use of EMLA cream as a topical anaestetic before venepuncture procedures in field surveys; SAMJ, July 2015, Vol 105 No 7
2 Fachinformation EMLA Pflaster, Stand: November 2017









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