EUDORLIN® Migräne ist ein entzündungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel (nichtsteroidales Antiphlogistikum/Antirheumatikum, NSAR).
Anwendungsgebiete
EUDORLIN® Migräne wird angewendet zur Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit und ohne Aura und zur Behandlung von Spannungskopfschmerzen
Aktive Wirkstoffe
1 Filmtablette enthält 400 mg Ibuprofen.
Hilfsstoffe
Tablettenkern:
Maisstärke (Ph. Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid,Carboxymethylstärke-Natrium (TypA) (Ph. Eur.),Magnesiumstearat(Ph. Eur.)[pflanzlich]
Filmüberzug:
Hypromellose, Macrogol 4000, Povidon K 30, Titandioxid (E 171)
Anwendung & Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist dieübliche Dosis:
- 20 kg-29 kg (Kinder 6-9 Jahre): 1/2 Filmtablette – entsprechend 200 mg Ibuprofen, maximale Tagesdosis sind 1 1/2 Tabletten
- 30 kg – 39 kg (Kinder 10-12 Jahre): 1/2 Filmtablette – entsprechend 200 mg Ibuprofen, maximale Tagesdosis sind 2 Tabletten
- ab 40 kg (Kinder ab 12 Jahre): 1/2-1 Filmtablette – entsprechend 200-400 mg Ibuprofen, maximale Tagesdosis sind 3 Tabletten
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaft:
Wird während der Anwendung von EUDOR LIN® Migräne eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen.
Sie dürfen EUDORLIN® Migräne im erstenund zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.
Im letzten Drittel der Schwangerschaft darfEUDORLIN® Migräne wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter undKind nicht angewendet werden.
EUDORLIN® Migräne gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika, NSAR), die die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nach Absetzen des Arzneimittels reversibel (umkehrbar).
Stillzeit:
Der Wirkstoff Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen fürden Säugling bisher nicht bekannt gewordensind, wird bei kurzfristiger Anwendung eineUnterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Wird eine längere Anwen dung bzw. Einnahme höherer Dosen verordnet, sollte jedoch ein frühzeitiges Abstillen erwogenwerden.
Gegenanzeigen
EUDORLIN® Migräne darf nicht eingenommen werden
- bei bekannter Überempfindlichkeit gegenden Wirkstoff Ibuprofen oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels
- bei allergischen Reaktionen nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderennichtsteroidalen Entzündungshemmern inder Vergangenheit, wie:
- Asthmaanfälle
- Schwellung der Nasenschleimhaut
- Hautreaktionen (z. B. Rötung, Quaddeln o. ä.)
- bei ungeklärten Blutbildungsstörungen
- bei bestehenden oder in der Vergangenheit
wiederholt aufgetretenen Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüren (peptischen Ulzera)oder -Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüreoder Blutungen)
Wechselwirkungen
Blutgerinnungshemmer (z. B. Acetylsalicylsäure, Warfarin, Ticlopidin), Arzneimittel gegenBluthochdruck (ACE-Hemmer, z. B.Captopril, Betarezeptorblocker, Angiotensin-II-Antagonisten) sowie einige andere Arzneimittel können die Behandlung mit Ibuprofen beeinträchtigen oder durch eine solche selbst beeinträchtigt werden. Deshalb sollten Sie stets ärztlichenRat einholen, bevor Sie Ibuprofen gleichzeitigmit anderen Arzneimitteln anwenden.
Die Wirkung der nachfolgend genannten Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann beigleichzeitiger Behandlung mit EUDORLIN® Migräne beeinflusst werden.
Verstärkung der Wirkung und/oderder Nebenwirkungen:
- Bei gleichzeitiger Einnahme der folgendenArzneimittel kann sich die Blutkonzentration dieser Arzneimittel erhöhen:
- Digoxin (Mittel zur Stärkung der Herzkraft)
- Phenytoin (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen)
- Lithium (Mittel zur Behandlung geistigseelischer Erkrankungen)
- Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung,wie Warfarin: Eine Kontrolle des Gerinnungsstatus wird empfohlen.
- Methotrexat (Mittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen): Nehmen SieEUDORLIN® Migräne nicht innerhalb von24 Stunden vor oder nach der Gabe von Methotrexat ein. Dies kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat und einer Zunahme seiner Nebenwirkungen führen.
- Acetylsalicylsäure und andere entzündungshemmende Schmerzmittel, einschließlich sogenannter Cyclooxygenasehemmer(COX-2- Hemmern [nichtsteroidale Antiphlogistika/ Antirheumatika]), selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Arzneimittel zurBehandlung depressiver Verstimmungen)sowie Kortisonpräparate (Glukokortikoide):Es besteht ein erhöhtes Risiko für Geschwüre und Blutungen im Magen-Darm-Trakt.
- Arzneimittel, die Probenecid oder Sulfinpyrazon (Mittel zur Behandlung von Gicht)enthalten: Diese können die Ausscheidung von Ibuprofen verzögern. Dadurch kann es zu einer Anreicherung von Ibuprofen imKörper mit Verstärkung seiner Nebenwirkungen kommen.
Eine Kontrolle des Serum-Lithium-, des Serum-Digoxin- und des Serum-Phenytoin-Spiegels ist bei bestimmungsgemäßerAnwendung (maximal 4 Tage) in der Regel nicht erforderlich.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über denkürzesten für die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
Sicherheit im Magen-Darm-Trakt
Eine gleichzeitige Anwendung von EUDORLIN® Migräne mit anderen nichtsteroidalenEntzündungshemmern, einschließlich so genanntenCOX-2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern),sollte vermieden werden.
Mögliche Nebenwirkungen
Erkrankungen des Blutes und desLymphsystems
Sehr selten: Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie,Panzytopenie, Agranulozytose)
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: Zentralnervöse Störungen, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit,Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit
Augenerkrankungen
Gelegentlich: Sehstörungen
Erkrankungen des Ohrs
Selten: Ohrgeräusche (Tinnitus)
Erkrankungen des Magen-Darmtrakts
Häufig: Magen-Darm-Beschwerden, wieSodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die inAusnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können
Gelegentlich: Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), unter Umständen mit Blutung und Durchbruch, Mundschleimhautentzündung mit Geschwürbildung(ulzerative Stomatitis), Verstärkung einerColitis ulcerosa oder eines Morbus Crohn,Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Sehr selten: Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis) und der Bauchspeicheldrüse(Pankreatitis), Ausbildung von membranartigen Verengungen in Dünn- und Dickdarm(intestinale, diaphragmaartige Strikturen) Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch,Bluterbrechen, Blut im Stuhl und/oder eine Schwarzfärbung des Stuhls auftreten, so müssen Sie EUDORLIN® Migräne absetzen undsofort einen Arzt informieren.
Erkrankungen der Nieren undHarnwege
Sehr selten: Vermehrte Wassereinlagerungim Gewebe (Ödeme), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkterNierenfunktion, nephrotisches Syndrom (Wasseransammlung im Körper[Ödeme] und starke Eiweißausscheidung im Harn), entzündliche Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis), diemit einer akuten Nierenfunktionsstörung einhergehen kann Es können auch Nierengewebsschädigungen (Papillennekrosen) und erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut auftreten. Verminderung der Harnausscheidung, Ansammlung von Wasserim Körper(Ödeme) sowie allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zumNierenversagen sein. Sollten die genannten Symptome auftreten odersich verschlimmern, so müssen Sie EUDORLIN® Migräne absetzen und sofort Kontaktmit einem Arzt aufnehmen. Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr selten: Schwere Hautreaktionen, wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), Haarausfall (Alopezie) In Ausnahmefällen kann es zu einem Auftretenvon schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Windpockeninfektion oder einer Gesichts-/Gürtelrose kommen (siehe auch -Infektionen und parasitäreErkrankungen-).
Infektionen und parasitäreErkrankungen
Sehr selten: Eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z. B. Entwicklungeiner nekrotisierenden Fasciitis) ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendungbestimmter entzündungshemmender Arzneimittel (nichtsteroidaler Antiphlogistika/Antirheumatika, NSAR; zu diesen gehört auch EUDORLIN® Migräne), beschrieben worden.
Sehr selten: Die Symptomatik einer nicht aufeiner Infektion beruhenden Hirnhautentzündung (aseptischen Meningitis), wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübungwurde beobachtet. Ein erhöhtes Risiko scheint für Patienten zu bestehen, die bereits anbestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes, Mischkollagenosen) leiden. Wenn während der Anwendung von EUDORLIN® Migräne Zeichen einer Infektion (z. B.Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern,sollte daher unverzüglich ein Arzt zu Rategezogen werden.
Gefäßerkrankungen
Sehr selten: Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken sowie Asthmaanfällen (ggf. mit Blutdruckabfall) In diesem Fall ist umgehend ein Arzt zu informieren, und EUDORLIN® Migräne darf nicht mehr eingenommen werden.
Sehr selten: Schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen. Sie können sich äußern als: Gesichtsödem, Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege,Atemnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis hin zum lebensbedrohlichen Schock. Bei Auftreten einer dieser Erscheinungen, dieschon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
Leber- und Gallenerkrankungen
Sehr selten: Leberfunktionsstörungen, Leberschäden, insbesondere bei der Langzeittherapie, Leberversagen, akute Leberentzündung (Hepatitis) Bei länger dauernder Gabe sollten die Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden.
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr selten: Psychotische Reaktionen,Depression
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren!
Pflichttext
EUDORLIN® Migräne. Wirkstoff: Ibuprofen. Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit und ohne Aura und von Spannungskopfschmerzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
BERLIN-CHEMIE AG, 12489 Berlin.










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