Heparin Heumann Creme enthält mit Heparin-Natrium einen Wirkstoff aus der Gruppe der Mucopolysaccharide. Diese Gruppe zeichnet sich durch gerinnungshemmende Aktivitäten aus und vermindert Schwellungen.
Anwendungsgebiete
Heparin Heumann Creme wird angewendet zur unterstützenden Behandlung bei akuten Schwellungszuständen nach stumpfen Verletzungen (Prellungen/Blutergüsse).
Aktive Wirkstoffe
Der Wirkstoff ist Heparin-Natrium. 1 g Creme enthält 300 I. E. Heparin-Natrium (Mucosa vom Schwein), entsprechend 1,66 – 2,5 mg
Hilfsstoffe
Die sonstigen Bestandteile sind: gereinigtes Wasser, Propan-2-ol, Decyloleat, Macrogol 400, Isopropylmyristat, dickflüssiges Paraffin, Carbomer, Ammoniak-Lösung, Natriumedetat, Parfümö
Anwendung & Dosierung
Heparin Heumann Creme soll 2 – 3-mal täglich dünn und gleichmäßig auf das Erkrankungsgebiet aufgetragen werden.
Dauer der Anwendung:
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt. Wenn nicht anders verordnet, darf Heparin Heumann Creme nicht länger als 10 Tage angewendet werden
Schwangerschaft & Stillzeit
Bisherige Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren und Stillenden haben keine Anhaltspunkte für schädigende Wirkungen ergeben. Heparin ist nicht plazentagängig und tritt nicht in die Muttermilch über. Heparin Heumann Creme darf während der Stillzeit nicht im Bereich der Brust angewendet werden.
Gegenanzeigen
Heparin Heumann Creme darf nicht angewendet werden wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Heparin-Natrium oder einen der sonstigen Bestandteile der Creme sind.
- Wenn bei Ihnen ein akuter oder aus der Vorgeschichte bekannter allergischer Abfall der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ II) durch Heparin vorliegt.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bei örtlicher Anwendung nicht bekannt
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Heparin Heumann Creme soll nicht auf offene Wunden und/oder nässende Ekzeme aufgebracht werden.
Beim Auftreten von neuen Symptomen, die auf eine Thrombose oder Lungenembolie hindeuten können, wie
– Schwellung und Wärmegefühl im betroffenen Körperteil,
– gerötete und gespannte Haut, eventuell Blaufärbung,
– Spannungsgefühl und Schmerzen in Fuß, Wade und Kniekehle (Linderung bei Hochlagerung)
– plötzlich Luftnot, Brustschmerzen und Schwäche/Kollaps,
muss das Vorliegen einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie Typ II ausgeschlossen, und unverzüglich die Blutplättchenzahl (Thrombozytenzahl) kontrolliert werden. Regelmäßige Kontrollen der Thrombozytenwerte sind bei jeder Heparin-Anwendung erforderlich.
Kontrollen der Thrombozytenzahl sollen erfolgen:
– vor Beginn der Heparin-Gabe – am 1. Tag nach Beginn der Heparin-Gabe
– anschließend alle 3 – 4 Tage bis zum Ende der Heparin-Behandlung.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die in die Blutgerinnung eingreifen, kann ein erhöhtes Blutungsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Blutergüsse können häufiger auftreten oder an Ausdehnung zunehmen.
Während der Behandlung mit Heparin Heumann Creme sind Spritzen in den Muskel wegen der Gefahr von Blutergüssen (Hämatomen) zu vermeiden.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann Heparin Heumann Creme Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen
Mögliche Nebenwirkungen
Haut
Sehr selten: allergische Reaktionen bei Anwendung auf der Haut wie Rötung der Haut und Juckreiz, die nach Absetzen des Präparates in der Regel rasch verschwinden.
Heparin Heumann Creme sollte bei Auftreten von allergischen Hautreaktionen abgesetzt werden. Bitte informieren Sie hiervon Ihren Arzt. Darüber hinaus sind keine weiteren Maßnahmen nötig.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Heparin Heumann Creme sollte nicht über 25 °C, und vor Frost geschützt aufbewahrt werden.
Nach Anbruch der Tube sollte Heparin Heumann Creme nur noch 12 Wochen verwendet werden. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder im Haushaltsabfall entsorgt werden.
Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Pflichttext
Heparin 30.000 I. E./60.000 I. E. Heumann Creme (Wirkstoff: Heparin-Natrium)
Anw.: Zur unterstützenden Behandlung bei akuten Schwellungszuständen nach stumpfen Verletzungen (Prellungen/Blutergüsse) (30.000 I. E./60.000 I. E.) und oberflächlicher Venenentzündung, sofern diese nicht durch Kompression behandelt werden kann (60.000 I. E.).
Stand: 11/2023
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.









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