- Bei leichten bis mäßig starken Schmerzen
- Bei Fieber
- Mit Dosierhilfe
- Mit Orangengeschmack
Anwendungsgebiete
Symptomatische Behandlung leichter bis mässig starker Schmerzen und/oder von Fieber.
Aktive Wirkstoffe
5 ml Saft enth.:
Paracetamol 200 mg
Hilfsstoffe
Glycerol 85% (HST)
Macrogol 400 (HST)
Saccharin natrium (HST)
Natrium disulfit (HST)
Natrium-Ion (entspr.) (HST) 49.45 mg
Citronensäure monohydrat (HST)
Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung (HST)
Acesulfam kalium (HST)
Orangen-Aroma, natürlich, sprühgetrocknet, 290038, Haarmann & Reimer (HST)
Wasser, gereinigtes (HST)
Anwendung & Dosierung
Dosierung:
– Paracetamol wird in Abhängigkeit von Körpergewicht (KG) und Alter dosiert, in der Regel mit 10-15 mg/kg KG als Einzeldosis, bis maximal 60 mg/kg KG als Tagesgesamtdosis.
– Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 Stunden nicht unterschreiten.
7-9 kg (Kinder von 6-12 Monaten):
– Einzeldosis: 100 mg Paracetamol (2,5 ml)
– Maximale Tagesdosis (24 Stunden): 400 mg Paracetamol (10 ml)
10-12 kg (Kinder von 1-2 Jahren):
– Einzeldosis: 150 mg Paracetamol (3,75 ml)
– Maximale Tagesdosis (24 Stunden): 600 mg Paracetamol (15 ml)
13-18 kg (Kinder von 2-5 Jahren):<br<
– Einzeldosis: 200 mg Paracetamol (5 ml)
– Maximale Tagesdosis (24 Stunden): 800 mg Paracetamol (20 ml)
19-25 kg (Kinder von 5-8 Jahren):
– Einzeldosis: 300 mg Paracetamol (7,5 ml)
– Maximale Tagesdosis (24 Stunden): 1.200 mg Paracetamol (30 ml)
26-32 kg (Kinder von 8-11 Jahren):
– Einzeldosis: 400 mg Paracetamol (10 ml)
– Maximale Tagesdosis (24 Stunden): 1.600 mg Paracetamol (40 ml)
33-43 kg (Kinder von 11-12 Jahren):
– Einzeldosis: 500 mg Paracetamol (12,5 ml)
– Maximale Tagesdosis (24 Stunden): 2.000 mg Paracetamol (50 ml)
– Für diese Altersgruppe sind andere Darreichungsformen eventuell besser geeignet.
Hinweis:
Die angegebene maximale Tagesdosis (24 Stunden) darf keinesfalls überschritten werden.
Art und Dauer der Anwendung:
– Lösung zum Einnehmen.
– Der Saft ist gebrauchsfertig und kann, falls erforderlich, auch vermischt mit Speisen und Getränken eingenommen werden.
– Die Einnahme nach den Mahlzeiten kann zu einem verzögerten Wirkungseintritt führen.
– Bei Beschwerden, die länger als 3 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Schwangerschaft & Stillzeit
– Falls klinisch erforderlich, kann Paracetamol unter normalen Anwendungsbedingungen während der gesamten Schwangerschaft nach Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden.
– Während der Schwangerschaft sollte Paracetamol nicht über einen längeren Zeitraum, in höheren Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, da eine Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist.
Stillzeit – Nach der oralen Anwendung wird Paracetamol in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. Bislang sind keine unerwünschten Wirkungen oder Nebenwirkungen während des Stillens bekannt geworden.
– Paracetamol kann in der Stillzeit in therapeutischen Dosen verabreicht werden.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Bei hohem Fieber, Anzeichen einer Sekundärinfektion oder Anhalten der Symptome über mehr als 3 Tage, muss der Arzt konsultiert werden.
Wechselwirkungen
– Um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sollte sichergestellt werden, dass gleichzeitig angewendete Medikamente kein Paracetamol enthalten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Paracetamol sollte in folgenden Fällen mit besonderer Vorsicht (d. h. mit einem verlängerten Dosisintervall oder in verminderter Dosis) und unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden:
– hepatozelluläre Insuffizienz
– chronischer Alkoholmissbrauch
– Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min)
– Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
– gleichzeitige Einnahme von Medikamenten die die Leberfunktion beeinträchtigen<br< – Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel (Favismus)
– hämolytische Anämie
– Glutathion-Mangel (z. B. bei Mangelernährung , Alkoholmissbrauch, Diabetes mellitus, HIV, Down-Syndrom, Tumoren)
– Dehydratation
– chronische Mangelernährung
– Körpergewicht unter 50 kg
– ältere Patienten.
Vorsicht ist geboten, wenn Paracetamol gleichzeitig mit Flucloxacillin verabreicht wird, da ein erhöhtes Risiko einer metabolischen Azidose mit vergrösserter Anionenlücke (high anion gap metabolic acidosis [HAGMA]) besteht, insbesondere bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, Sepsis, Mangelernährung und anderen Ursachen für Glutathionmangel (z. B. chronischer Alkoholismus) sowie bei Patienten, die Paracetamol in maximalen Tagesdosen anwenden.
Eine engmaschige Überwachung, einschliesslich der Untersuchungen auf Pidolsäure (Synonym: „5- Oxoprolin“) im Urin, wird empfohlen.
Die gleichzeitige Anwendung mit einem Substrat der Alkoholdehydrogenase – wie Ethanol – kann schwerwiegende Nebenwirkungen bei Kindern unter 5 Jahren hervorrufen.
Mögliche Nebenwirkungen
Seltene unerwünschte Wirkungen (>= 0,01% und < 0,1%)
– Anstieg der Lebertransaminasen
– Hautausschlag, Juckreiz, Erythem, Urtikaria
Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 0,01%)
– Veränderungen des Blutbildes wie Thrombozytopenie, Leukopenie, Agranulozytose, Panzytopenie
– bei prädisponierten Personen Bronchospasmus (Analgetika-Asthma), Überempfindlichkeitsreaktionen von einfacher Hautrötung bis hin zu Urtikaria und anaphylaktischem Schock, Angioödem
– Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akutes generalisiertes pustulöses Exanthem)
– Post-Marketing-Erfahrung: Sehr seltene Fälle von metabolischer Azidose mit hoher Anionenlücke, wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit Paracetamol verwendet wird; in der Regel bei Vorliegen von Risikofaktoren
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden
DasArzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden
Pflichttext
Paracetamol-ratiopharm® Lösung
Wirkstoff: Paracetamol. Anwendungsgebiete: Leichte bis mäßig starke Schmerzen. Fieber. Warnhinw.: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Lös.: 1 ml Lös. zum Einnehmen enth. 9,89 mg Natrium. Apothekenpflichtig.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 15/26








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