PVP-Jod-ratiopharm® wird angewendet zur wiederholten, zeitlich begrenzten oberflächlichen Anwendung bei Schnitt- und Schürfwunden, Verbrennungen und Verbrühungen, infizierten und superinfizierten Hauterkrankungen, Druckgeschwüren (Dekubitus), offenen Beingeschwüren (Ulcus cruris) und bestimmten bakteriellen Hautentzündungen (Pyodermien).
Anwendungsgebiete
PVP-Jod-ratiopharm® wird angewendet zur wiederholten, zeitlich begrenzten oberflächlichen Anwendung bei Schnitt- und Schürfwunden, Verbrennungen und Verbrühungen, infizierten und superinfizierten Hauterkrankungen, Druckgeschwüren (Dekubitus), offenen Beingeschwüren (Ulcus cruris) und bestimmten bakteriellen Hautentzündungen (Pyodermien).
Aktive Wirkstoffe
1 g Salbe enthält 100 mg Povidon-Jod (Poly[1-vinyl-2-pyrrolidon]-Jod-Komplex mit einem Gehalt von 10 % verfügbarem Jod)
Hilfsstoffe
Macrogol 400, Macrogol 4000, Gereinigtes Wasser
Anwendung & Dosierung
Tragen Sie die Salbe im Allgemeinen ein- bis mehrmals täglich gleichmäßig auf die zu behandelnden Hautstellen auf. Falls erforderlich, kann anschließend ein Verband angelegt werden. Die Häufigkeit und Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Heilungsverlauf (z. B. dem Grad der Flüssigkeitsabsonderung aus der Wunde).
Schwangerschaft & Stillzeit
Während Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Sie PVP-Jod-ratiopharm® nicht anwenden.Auch die zufällige Aufnahme durch den Säugling mit dem Mund, z. B. bei der Behandlung der entzündetenBrust, muss unbedingt vermieden werden.
Gegenanzeigen
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Jod (Jodallergie) oder einen der sonstigen Bestandteile von PVP-Jod-ratiopharm® sind
bei Schilddrüsenerkrankungen
bei einer Behandlung mit radioaktivem Jod (Radiojodtherapie)
bei Dermatitis herpetiformis Duhring (seltene Hauterkrankung mit Brennen, Juckreiz und verschiedenartigenHauterscheinungen, vor allem an Armen, Beinen, Schultern und Gesäß)
bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten
während Schwangerschaft und Stillzeit
Wechselwirkungen
Jod reagiert mit Quecksilber zu stark ätzendem Quecksilberjodid.Der Povidon-Jod-Komplex ist bei pH-Werten zwischen 2 und 7 wirksam. Es ist zu erwarten, dass der Komplexmit Eiweiß und bestimmten anderen organischen Verbindungen reagiert, wodurch seine Wirksamkeitbeeinträchtigt wird. Es dürfen gleichzeitig keine enzymatischen Wundbehandlungsmittel angewendet werden,da die Enzymkomponente unwirksam wird.Povidon-Jod darf nicht mit Taurolidin und Wasserstoffperoxid angewendet werden.Bei gleichzeitiger Lithiumtherapie ist eine regelmäßige Benutzung von PVP-Jod-ratiopharm® zu vermeiden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Wegen der Gefahr von Verätzungen durch Quecksilberjodid darf Povidon-Jod nicht gleichzeitig oder inkurzfristiger Folge mit Quecksilberverbindungen (in einigen anderen Wunddesinfektionsmitteln enthalten)angewendet werden.Achten Sie darauf, dass PVP-Jod-ratiopharm® nicht mit Textilien in Berührung kommt. Flecken lassen sich imAllgemeinen mit Wasser und Seife, in hartnäckigen Fällen mit Ammoniak (Salmiakgeist) oder Natriumthiosulfat(Fixiersalz) entfernen.
Mögliche Nebenwirkungen
Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, die sich in Form von Jucken, Rötung, Bläschen, Brenneno. ä. äußern können (kontaktallergische Reaktionen vom Spättyp)– Akute allergische Reaktionen des Immunsystems (anaphylaktische Reaktionen) unter Beteiligung andererOrgane (z. B. Haut, Atemwege, Kreislauf), akute Haut- oder Schleimhautschwellungen (Angioödeme)Überempfindlichkeitsreaktionen gegen den Hilfsstoff Macrogol (Polyethylenglykol) Bei längerer Behandlung können eine Störung der Wundheilung sowie vorübergehend Schmerzen, Brennenund Wärmegefühl auftreten.
Bei großflächiger bzw. wiederholter Anwendung, besonders auf geschädigter Haut, können Störungen der Schilddrüsenfunktion, insbesondere bei entsprechend veranlagten Patienten nicht ausgeschlossen werden.In diesen Fällen ist daher eine regelmäßige Überwachung der Schilddrüsenfunktion erforderlich.
Nach Anwendung größerer Mengen von Povidon-Jod-haltigen Arzneimitteln (z. B. bei der Verbrennungsbehand lung) ist das Auftreten von (zusätzlichen) Störungen des Salz- und des Säuren-Basen-Haushaltes (Elektrolyt-und Serumosmolaritätsstörungen), einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion sowie Übersäuerung des Blutes(metabolische Azidose) beschrieben worden.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett angegebenen Verfalldatum nichtmehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Sie dürfen PVP-Jod-ratiopharm® nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken:Eine Entfärbung der Salbe ist ein Anzeichen dafür, dass sie nicht mehr wirksam ist.
Pflichttext
zur wiederholten, zeitlich begrenzten oberflächlichen Anwendung bei Schnitt- und Schürfwunden,Verbrennungen und Verbrühungen, infizierten und superinfizierten Hauterkrankungen, Druckgeschwüren(Dekubitus), offenen Beingeschwüren (Ulcus cruris) und bestimmten bakteriellen Hautentzündungen(Pyodermien).








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